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Elf Anfragen, ohne Marketing

Elf Anfragen, ohne Marketing

Elf Veranstalter und Agenturen haben uns gefragt, ob sie unsere Software nutzen dürfen.

Das klingt nach einem Vertriebsproblem. Es ist eine Entscheidung.

Sechs der elf sind DMCs in Zentralasien, fünf sind Agenturen in Europa. Zwei völlig verschiedene Rollen in derselben Wertschöpfungskette.

Ein DMC liefert Leistungen vor Ort. Eine Agentur verkauft an den Endkunden. Wer beide auf eine Plattform holt, baut einen Marktplatz.

Und ein Marktplatz funktioniert nur, wenn vorher geklärt ist, wem was gehört.

Wem gehören die Kundendaten, wenn ein DMC über unsere Plattform ein Angebot erstellt? Wessen Name steht auf dem Dokument? Was passiert, wenn beide Seiten dieselbe Reise unabhängig voneinander verkaufen wollen?

Diese Fragen beantwortet man vor dem ersten Vertrag oder man beantwortet sie vor Gericht.

Wir hätten die elf längst anschließen können. Der Umsatz wäre willkommen.

Aber ein Marktplatz, dessen Regeln erst im Streitfall entstehen, ist in zwei Jahren nicht verkäuflich und in drei nicht mehr zu reparieren.

  • Nachfrage vor dem Produkt ist ein gutes Zeichen. Sie ist kein Grund, das Produkt zu überspringen.
  • Wer bei den ersten Kunden Regeln offenlässt, verhandelt sie später gegen bestehende Erwartungen.
  • Die teuersten Verträge sind die, die man aus Dankbarkeit unterschrieben hat.

Wo haben Sie zuletzt Umsatz abgelehnt — und war es richtig?